Homöopathie und Bachblüten für Tiere

Nun, ich möchte über Heilung berichten und die Möglichkeiten der Homöopathie. Es ist egal wofür die Tiere gebracht wurden, oder bei mir in der Praxis angerufen wurde - Ob für körperliche Beschwerden, wie Durchfall, Hautekzem, Kolik, Haarausfall, die Mittel schenkten Hilfe und Heilung. Aber auch bei psychischen Beschwerden, wie Ängste, Aggressionen, Probleme in der Herde bei Pferden, Schüchternheit.... Die Tiere können einfach unbedarfter Heilung zulassen. Selbstverständlich sind bei langwierigen Beschwerden wie Asthma, Hufentzündungen, Geschwüren und ähnlichem die Mittel über längere Zeit zu geben. Aber selbst wenn die Symptome sich nur langsam ändern, das Tier hat Lebensfreude und kann den Alltag genießen.

Um ein etwas erstaunlicheres Beispiel zu nennen, ich bekam vor wenigen Monaten eine kleine Hühnerschar geschenkt, die Tiere sollten aufgrund der Vogelgrippe ja eingesperrt werden, die Vorbesitzerin hatte keinen Stall. Da ich mir schon länger Hühner wünschte und wir Platz haben, zogen sie bei uns ein. Als endlich Mitte Dezember war, durfte ich sie auch wieder frei laufen lassen. Eines der Hühnchen war klein und schmächtig, es fiel mir oft auf, schüchtern ließ es sich schnell vom hingeworfen Salat verdrängen, die gekochten Kartoffeln verteilte ich extra in zwei Schälchen, damit es etwas ab bekam. Dadurch wuchs es mir auch besonders ans Herz. Jeden Morgen als ich die Tür zum Hühnerstall öffnete, begrüßte ich meine kleine Schar. Nach einer Woche bekam ich abends fast einen Herzinfarkt! Mein kleines weißes Hühnchen fehlte und eine größere schwarze Henne war am Hals blutig verletzt. Aufgelöst rannte ich zu meinem Schwiegervater, er wusste Bescheid. Ein Mäusebussard hatte das kleine Huhn gerissen, und das Verletzte war vor Panik in den Zaun gerannt. Beim Befreien hatte es sich den Hals aufgerissen. Mein Schwiegervater hatte die Reste des Hühnchens schon beerdigt und erklärte mir besorgt, es könnte wohl sein, dass der Bussard sicher jeden Tag eins holt.
Als Homöopathin nahm ich selbst erst einmal eine Gabe Staphisagria, fühlte ich mich doch verletzt und ungerecht behandelt. Nachdem ich mich dann beruhigt hatte, bekam das verletzte Huhn Aconit (für den Schock) und Arnica (für Bluterguss und zur Wundheilung) in Wasser aufgelöst auf die Federn getropft. Aber am Wichtigsten empfand ich, in das Trinkwasser der Hühner einige Tropfen Lycopodium zu geben. Anscheinend war durch den Ortswechsel und das lange eingesperrt sein, das Selbstwertgefühl der Hühner so klein, dass ein Mäusebussard einen derart ungewöhnlichen Übergriff wagte. Das verletzte Huhn wurde unproblematisch gesund und legt wieder leckere, riesige Eier.Jeden Tag erneuerte ich das Trinkwasser mit dem Mittel und erklärte den Hühnern: Ihr seid groß und stark!!!! Noch drei Wochen kreiselte der Bussard auf unserem Hof, saß auf den Zaunpfosten und beobachtete die Hühner, aber selbst mir fiel auf, dass sie viel selbstbewusster waren. Sie liefen irgendwie größer über Wiesen und Hof. Die zwei weißen Hähne heißen seitdem "die Star-Tenöre Alfredo und Alfonso". Dann hat der Bussard kapiert, hier leben Hühner, keine überdimensionalen, leckeren Mäuse! Er suchte sich ein neues Gebiet.

Es ist Übungssache, die Essenz der homöopathischen Mittel zu verstehen, und den Unterschied zu kennen, zwischen akuter und chronischer Behandlung. Sicherlich gibt es nicht nur bei mir Ausbildungskurse um dies zu erlernen. Auch pendeln der Mittel kann zur Unterstützung helfen, dennoch sind Grundkenntnisse sinnvoll und wichtig, um überhaupt die infrage kommenden Mittel zu kennen. In der Literatur über Tierhomöopathie sind viele Mittel nach Symptomen sortiert und auch für körperliche Beschwerden erklärt. Das Wesen eines Mittels, die Essenz, die wirklich ein homöopathisches Mittel und seine Wirkweise verstehen lassen, gibt es leider selten für Tiere beschrieben. Mit einem Mittel möchte ich es nun kurz darstellen.

Phosphor: In der Menschen-Homöopathie erkläre ich an dieser Stelle gerne mit leuchtenden Augen (was zu Phosphor gehört): Begeisterungsfähigkeit, Interesse an Neuem, Lust alles kennen zu lernen, alles anzuschauen, alles anzufassen, zu riechen, zu schmecken, zu fühlen, zu lachen, und ganz ganz besonders gerne darüber zu reden. Manchmal sind die Menschen so begeistert, dass sie, wie das Phosphor an der Streichholzspitze, brennen und verbrennen. Das bedeutet, sie werden krank, bei Überbegeisterung sind häufig die ersten Beschwerden Schnupfen. Auch Kopfschmerzen und leichtes Fieber sind möglich. Die Heilung des homöopathischen Mittels Phosphor hilft, die eigenen Grenzen zu kennen, und Freude im gesunden Bereich zu leben.
Bei Tieren ist dieses Mittel am ehesten bei Hunden und Pferden offensichtlich. Die Hunde strahlen durch die Augen, kläffen oft vor Begeisterung, wedeln gerne mit dem Schwanz, hüpfen hoch, lieben es mit dem Ball zu spielen, graben ganze Tunnel, jeder mag sie, sie werden gerne gestreichelt..... Sie sind ganz oft Herzensbrecher. Mein Hund war einmal derart begeistert, dass er mit einer Gruppe Kinder den ganzen Nachmittag an unserem See spielte, und unentwegt rein und raus hüpfte. Am Abend lag er mit verschnupfter Nase und leichtem Fieber im Körbchen. Zwei Gaben Phosphor, er war am nächsten Morgen gesund. Ich gab ihm noch einige Tage die Tropfen. Ab dann spielte er gerne im See, legte sich aber nach angemessener Zeit auch wieder gerne auf den Hof in die Sonne zum Trocknen.

Ich möchte Ihnen Mut machen Kurse und Bücher zu studieren, oder ihre Tiere bei Bedarf von einem Homöopathen behandeln zu lassen.

Bachblüten

Ganz besonders gerne möchte ich Ihnen einen kleinen Einblick in die Therapie mit Bachblüten geben. Es war die erste Form der Naturheilkunde, die ich kennen lernte. Daher erinnere ich mich noch wie heute - Bei dem Frühlingsfest meiner Krankengymnastin, stand ich vor einem Poster mit einem Baum mit sieben Armen und auf diesen waren verschiedene Pflanzen abgebildet mit Krankheits- und Heilaspekten. Dann bekam ich von der Festveranstalterin ein Körbchen, in dem sich wundersame Fläschchen befanden, ich solche tief atmen und vier die mich ansprachen herausgreifen. Ich war geschockt als ich die Pflanzen in einem Buch nachlas, es waren genau die Punkte, über die ich nachdachte und bei denen ich furchtbare Schwierigkeiten hatte. Das mit dem Atmen, aus dem Körbchen ziehen und Pendeln war damals nicht so meins, also meldete ich mich zu einem Ausbildungskurs an. Es begeistert mich noch heute daran zu denken, die Bachblüten sind eine ganz tolle Sache, besonders die Weiterentwicklung von Dietmar Krämer, mit der Idee der sieben Schienen und den dazugehörigen Akupunkturmeridianen - einfach perfekt für mich. Diese Bücher kann ich auch heute noch besonders empfehlen.


Homöopathie


Da ich seit vielen Jahren als Homöopathin mit Schwangeren und Babys arbeitete, war es mir bekannt gelegentlich Symptome übersetzen zu müssen. Die Schrei-Nuancen, der Ausdruck des Gesichts, die stark begrenzte Körpersprache eines Baby musste verstanden und in homöopathische Fachsprache übersetzt werden.

Dann kam der Tag als eine Patientin mich bat, ihr ein Mittel für ihren Hund mitzugeben, sie selbst hatte die Homöopathie als wunderbares Heilmittel erlebt und wollte nun auch dem Hund helfen. Ihr Hund war zwei Jahre zuvor auf einen gefrorenen See gerannt und ins Eis eingebrochen. Es war eine schwierige Rettungsaktion die zwar gelang, aber der Hund war geschockt und unterkühlt. Die tierärztliche Behandlung rettete ihn. Er behielt seitdem einen Schnupfen und war in vielen Situationen schreckhaft und ängstlich. Er neigte bei Kälte zu Durchfall und Schwäche. Da er bisher noch nicht naturheilkundlich behandelte war, gab ich ihm eine Doppelgabe Aconit. Das bedeutet, zwei Kügelchen, und nach 10 Minuten nocheinmal zwei Kügelchen. Dieses Mittel gab ich vorsorglich vor der weiteren Therapie, um auszuschließen, dass der erlebte Schock eine Reaktionsblockade darstellen könnte. Als Folgemittel bekam der Hund aufgrund der Symptome Arsen für die nächsten vier Wochen verordnet, einmal täglich zwei Tropfen. Nach zwei Monaten rief die Patientin begeistert an, es ist ein Wunder, endlich habe sie ihren Hund zurück, es sei endlich wieder wie vor dem Unfall.

Immer häufiger bringen dankbare Patienten seit 8 Jahren nun auch ihre Lieblinge mit. Ob Meerschweinchen, Wellensittich, Pferd, oder Schaf, über die Zeit bekam ich einen reichen Erfahrungsschatz. Selbstverständlich ist bei den Tieren die schönste Beobachtung, wie die Homöopathie meist einfach und leicht heilen kann.
Der häufige Vorwurf in den Mitteln ist ja nichts drin, allein der Glaube hat geholfen, da ergeben sich bei Tieren besondere Fragen.
Wer muss da jetzt glauben? Das Tier oder der Besitzer?
Dr. Bach, sein Leben, sein Forschen - Es berührte mich sehr. Er war Arzt, bekam Krebs, glaubte nicht mehr an die Medizin.

Dem Tode geweiht, schloss er die Praxis, zog in den Wald und haderte mit Gott. Doch statt zu sterben öffnete sich seine Intuition, und er fühlte göttliche Eingebungen. Er suchte nach ungiftigen Pflanzen, die den Körper über die Seele heilen.

Daraus ergaben sich die 38 Blüten, die heute noch Basis sind.

Am einfachsten ist die Blüte der Espe, auf deutsch Zitterpappel, zu verstehen. Wir kennen den Ausdruck, ich zittere wie Espenlaub. Und jeder Mensch hat eine ungefähre Ahnung, von dem Gefühlszustand, in der man sich befindet, wenn dieser Ausdruck passt. Die Blüte schenkt einem Mut und Kraft keine Angst in der unguten Situation zu haben. Sie stärkt, lässt hinschauen worum es wirklich geht. Man kann entweder einen Tropfen aus der Originalflasche in ein Wasserglas geben und dieses über den Tag verteilt trinken. Eine andere Möglichkeit ist sich eine Mischung aus mehreren Blüten auszusuchen. Dann nimmt man auf ein 10 ml Fläschchen mit Wasser/Alkoholgemisch zur Haltbarkeit, jeweils 2 Tropfen der Originalflasche und nimmt dieses dann über einen längeren Zeitraum. Wer sich damit noch nicht so gut auskennt, ist natürlich am Anfang besser bedient Rücksprache mit einem Therpeuten zu halten.

Auch bei Tieren hat sich die Anwendung von Bachblüten sehr bewährt. Lernen Sie die Blüten! Einen Satz der Heilfläschchen zu kaufen, hält sich noch in finanziellem Rahmen. Er ist lebenslänglich haltbar. Probieren Sie die Blüten und Sie werden sie schnell kennen und bei Bedarf dann wiedererkennen. Und es ist leicht auf die Tiere übertragbar.
Wer sich intensiv damit beschäftigen möchte, aber nicht so gerne Bücher liest, dem empfehle ich ganz besonders das Karten-Set von Beatrice Müller, S. Köpfer - Blütenbilder, Seelenbilder. Mit den Bildern ist das Üben leicht. Man stellt sich eine Frage und zieht eine Karte, lässt sich überraschen, wie die Anwort der Karte lautet. Auf der Rückseite der Karte sind Krankheit und Heilung formuliert und ein liebevoller Satz als Meditation.
Für die Tiere ist dies genauso anzuwenden.
Bachblüten leben sicher am Meisten vom lesen, nehmen und fühlen.

Viel Freude wünsche ich und heilsame Erlebnisse.